Umweltrelevante EFRE-Projekte

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EFRE-geförderte Projekte zur CO2-Reduktion


Im Rahmen der Initiative "Wachstum und Beschäftigung" des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) werden u.a. Projekte zur Verringerung der CO2-Emissionen von Betrieben gefördert. Die Treibacher Industrie AG hat derzeit drei solcher Projekte in Umsetzung:


1. Wärmerückgewinnung aus dem Abgas der beiden Etagenöfen des Vanadiumoxid-Betriebs (VO)

Bei der Röstung der Vanadium-Schlacke in den Etagenöfen des Betriebes VO entsteht ein heißes Abgas, das derzeit über einen Zyklon, einen Elektrofilter und einen Wäscher gereinigt wird. Der Wäscher war in der Vergangenheit zur SO2-Abreinigung erforderlich, da die Beheizung mit Heizöl schwer erfolgte, das einen relativ hohen Schwefelgehalt hatte. Durch den Wäscher sank die Abgastemperatur auf ca. 55 °C, diese Temperatur war für eine sinnvoll Abwärmenutzung zu niedrig. Eine Umrüstung auf Hochtemperaturschlauchfilter ermöglicht künftig die Nutzung der Abwärme des Abgases, das dann eine Temperatur von ca. 240 °C hat. Damit kann das Waschwasser bei der Frittelaugung erhitzt werden sowie die Verbrennungsluft bei der APV-Trocknung vorgewärmt werden.

Der VO-Betrieb wird vollkontinuierlich betrieben. Lediglich alle zwei Jahre erfolgt ein 14-tägiger Revisionsstillstand. Das erleichtert die innerbetriebliche Abwärmenutzung, da Wärmequellen und –senken synchron laufen.

Die gesamte nutzbare Abwärme aus dem Abgas der Etagenöfen beträgt 11.160 MWh/a.
Auswirkungen auf CO2-Emissionen: Einsparung von 2.060 t CO2 pro Jahr


2. Geplante Prozessoptimierungen bei der VO-Abwasserreinigungsanlage

Der aktuelle Feststoffseparations- und Waschprozess des anfallenden Abwasserrückstands ist sehr energieintensiv, da einerseits die Zentrifugen und Hochdruckfilterpressen hohe Stromaufnahmen haben und andererseits für eine effektive Wäsche relativ viel Wasser benötigt wird, das auf die notwendige Temperatur von ca. 80 °C erhitzt werden muss.

Aufgrund von Verbesserungen im Automatisierungsgrad von Membranfilterpressen wurde die Feststoffseparation erneut untersucht und pilotiert. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse haben den Ausschlag für einen Austausch der energieintensiven und verschleißanfälligen Zentrifugen und Hochdruckfilterpressen durch Membranfilterpressen gegeben. Damit wurde auch die Umstellung von der Verdünnungswäsche auf eine Verdrängungswäsche möglich. In diesem Fall kann gereinigtes, noch heißes Abwasser direkt nach der Neutralisationsstufe für die Kuchenwäsche verwendet werden, eine zusätzliche Aufheizung des Waschwassers kann damit unterbleiben.

Durch die Umstellung auf Filterpressen können ca. 1.150 MWh Strom pro Jahr eingespart werden.
Für die entfallende Erwärmung des Waschwassers werden pro Jahr ca. 2.350 MWh Erdgas eingespart.
Auswirkungen auf CO2-Emissionen:
Strom: Einsparung von 323 t CO2 pro Jahr
Erdgas: Einsparung von 563 t CO2 pro Jahr
Gesamt mindestens: 323 + 563 = 886 t CO2 pro Jahr


3. Nutzung der Abwärme der Hohlwellenkühlluft beim Etagenofen 1 der VO

Der Ofen wird mit dem Abgas von zwei Erdgasbrennern beheizt. Der Materialtransport erfolgt von oben nach unten durch Krählarme die auf einer luftgekühlten Hohlwelle montiert sind. Die Hohlwellenkühlluft wird am unteren Ende der Hohlwelle über einen Ventilator zugeführt und verlässt die Welle am oberen Ende. Die erhitzte Kühlluft wurde bisher ins Frei abgelassen. Die mittlere Temperatur der Hohlwellenkühlluft beträgt ca. 240 °C .
Die erhitzte Hohlwellenkühlluft wird nun den beiden Brennern an Stelle von kalter Frischluft zugeführt, der Wärmeinhalt kann damit vollständig genutzt werden.

Daraus resultiert eine Erdgaseinsparung von gut 2.400 MWh pro Jahr. 
Auswirkungen auf CO2-Emissionen: Einsparung von 580 t CO2 pro Jahr


Weitere Informationen zum EFRE finden Sie unter www.efre.gv.at.

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